Studenten, Englischkenntnisse und lange Schlangen an der Kasse

Ich bin ja wirklich froh, dass man mittlerweile in Saarbrücken wieder einigermaßen billig einkaufen kann, wenn man eh noch etwas in der City zu erledigen hatte und fürs Abendessen noch Brot und Wurst braucht. Plus und Rewe wurden gleich mal abgerissen und übrig blieben die ganzen “Feinkostläden”, bei denen man gerade mal fünf Sachen kaufen kann, ohne gleich zu verarmen. Jetzt gibt es aber wieder einen Supermarkt und zwar dort, wo früher der alte Plus war – und der heisst nun “Netto” – naheliegend oder? ;-) Im viel zu engen und kleinen alten Plus hingen aufgrund der Nähe zur Uni und Studentenwohnhäusern auch dementsprechend viele Studenten rum. Ist ja auch kein Problem – war ich früher schließlich auch mal. Aber von denen gibt es natürlich wie von jeder anderen Bevölkerungsgruppe auch einige ganz spezielle Kandidaten. So z.B. die beiden gestern an der Kasse im “Netto”. Die Schlange wurde immer länger und irgendwann entschloss man sich, eine zweite Kasse zu öffnen. Alles rast natürlich in Richtung zweite Kasse und Carsten war einer der ersten – also schloss ich mich ihm an und rannte nach. Ok, ich wollte ihm nachrennen, aber ich wurde von zwei relativ verwirrten jungen Männern aufgehalten, die sich im Gang zur Kasse festgesetzt hatten, um in Ruhe in englischer Sprache festzustellen, dass sie dann wohl zu langsam gewesen wären. Schön und gut, ich musste aber mal dringend durch, um meinem Mann zu helfen und wurde natürlich immer hektischer – fand aber doch einen Spalt zwischen den beiden “Exemplaren” und witschte durch zu Carsten. Das gefiel den beiden Herren natürlich gar nicht, weil ich mich ja in deren Augen vorgedrängelt habe und so mussten sie sich natürlich – auch in englisch – über mich auslassen. Nicht gemein, aber man hätte es sich auch schenken können, denn ich verstand ja eh alles und mag es gar nicht, wenn man sich über mich negativ in der Öffentlichkeit auslässt. Also sagte ich zu Carsten noch “Meinen die, ich würde kein englisch verstehen? In deutsch bekommens wenigstens die anderen Leute auch noch mit” in der Hoffnung, dass die beiden das natürlich mitbekommen. Haben sie anscheinend auch, denn sichtlich peinlich berührt unterhielten sie sich nun in deutsch weiter wie Carsten erzählte. Angeschaut wurde ich auch nicht mehr. Also: Wenn man schon über mich lästert, dann entweder in einer Sprache, die ich gar nicht verstehe (was natürlich feige ist) oder so, dass ich es mitbekomme und kontern kann. Die Aktion der beiden Studis war jedenfalls voll daneben und peinlich für sie selbst. Ich kann darüber nur lachen, jusste das aber jetzt mal loswerden…

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